Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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nicht weggehen darf, mit dem Stannbaume nichts zu thun habe. 85 Ihr kam das Zeichnen nach dieſer Scene zum erſten Mahl ein wenig bedenklich vor. Sie ging ſeufzend an die Arbeit, und ſie hatte Recht; denn nach dem Zeichnen fand ſich eine kleine Unruhe in der klopfenden Bruſt, als ſollte ſie ihn erſt noch abſchatten, und dieſe kleine Unruhe nahm noch zu, da der Vater von Braunens Begleitung zurückkam, und mit erhöhter Feyerlichkeit, die eine Hand auf die Hüfte ſtemmend, mit der an⸗ dern den Stock auf den Boden ſtoßend, ſagte: vund ſtänden da auf dem Bilde nur die wahren Fürſten des Menſchengeſchlechts: er müßte mit hin⸗ ein! Wie ein wahrer Mann, Mutter, trägt er ſeine ſchwere Lage! Wahrhaftig, Dinchen, wie

eine Braut ihre Krone zum Schmuck!«

»Seine ſchwere Lage, Vater, ſagſt du?« Die Frage gibt ihr ein Engel ein, dacht Di⸗

ne. Sie hätte ſie nicht thun koͤnnen.

»Die ſchwerſte im Leben, Mutter! denn, be⸗

ddenke doch nur, er hat ein warmes Herz, gewiß

voll Leidenſchaften, wie alle edle Manner ein

Herz voll Liebe, möchte ich ſagen, und ſeine Lage

verbiethet ihm das Heirathen, ſeine Armuth.« Dine dachte Wunder welch ein Rieſe von

uUnglück hervorſpringen würde. Sie mußte ein we⸗

nig in ſich lächeln, daß es nichts als die Lumaßh.

war. Hätte er eine fleißige Frau, dachte ſie.

Lafont die Pfarre ꝛc. I.