war er auf einmahl feſt entſchloſſen, und ſein Fuß drückte ſich bey dem Entſchluſſe feſter auf den Bo⸗ den, ſeine Hand ballte ſich— Eberhardinen deſto mehr zu lieben, und in der hoffnungsloſen Liebe unterzugehen.
»Ich will ſie ſehen, ich will ſie unendlich lie⸗ ben und ſchweigen.»
Es war nicht der Vorſatz einer ſchwachen See⸗ le, die ſchon vorher weiß, daß der Zufall den Vor⸗. ſatz brechen, und den gebrochenen Vorſatz beſchöni⸗ gen wird. Es war ſchon in der Jugend ſein Spiel
geweſen, feſt zu wollen. Als Jüngling hatte er
nie auf einem wilden Pferde geſeſſen, dem er nicht die Sporen gab, und den Zügel zugleich an⸗ hielt. Er hatte ſeinen Trieben gebothen, wie ein König. Darum war er ohne Liebe, aber mit der heißeſten Sehnſucht nach Liebe, durch ſeine Jugend bis ins Amt gegangen. Sein Herz war heiß, aber ſein Wille ſtark. 3 Eberhardine war ein blühender Götter⸗ hain, den kein Fuß eines irdiſchen Menſchen je betreten, durch den nur die fleißige Biene arbei⸗ tend zieht, und der himmliſche Geſang der lieben⸗ den Nachtigall. Sie hatte bey ihrem Oheim von Jugend auf gelebt, und das Familiengemählde von Schattenriſſen an der Wand war der Stammbaum, nach dem ſie den Adel der Menſchen, die ſie kannte, beurtheilte. Jeder Menſch, der den Alten beſuch⸗ te— und der Alte verſtand ſich auf die Phyſiog⸗
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