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Stirn, die erhabene Beugung unter der Stirn, dann die gebogene, ſtolze Naſe, den ſchönen feinen Mund, das ruhige Kinn; aber ſie zeichnete das edle Profil viel richtiger in ihr klopfendes Herz, als 4 auf das Papier. 3
Sie ſah die Zeichnung an, und ſah gen Himmel; denn ſie mußte noch einmahl zeichnen.— Dem war nicht anders. War ihre zitternde Hand Schuld, oder ein Seufzer, den er aus den Lippen hervorſtieß?
Sie hohlte ein Glas, um den Kopf feſt daran zu lehnen. Es iſt nicht leicht mit feſter Hand zu zeichnen, ſagte ſie, ſich entſchuldigend.
Er ſetzte ſich. Sie nahm allen ihren Muth zuſammen, und die Zeichnung war ſehr ſchön.
Nun wollte er ſehen, wie ſchwer es war. Sie mußte ſich ſetzen. Er zeichnete ihr feines, ſchönes Profil. Die Liebe, ſagt man, ſchuf dieſe Kunſt. Hier ſchuf die Kunſt die Liebe. Sie gingen beyde mit ihrem Bilde eines in des Andern Herz nicht ſchwarz, ſondern mit den Flammenfarben der Liebe gezeichnet. 1 Dine ſchlug es heute ab, das Bild inis Klei⸗ ne zu bringen. Der junge Prediger ging; ihr Kopf war mit ihm verſchwunden, ſo ſehr ſie darnach ſuch⸗ te. Sie verſchwieg es.. 1
Der Alte begleitete ihn, und alle zehn Schrit⸗ te bath er ihn, ja recht fleißig zu kommen, ſo lan⸗ ge er noch in der Gegend waͤre.


