Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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che das Haus regierte; und mitten in der Erzaͤh⸗ lung unterbrach ſie der Alte mit den Worten zu dem jungen Mann: ves iſt meine Schweſtertochter; aber oft weiß ich nicht, ob ich ſie nicht lieber habe, als meine eigenen Kinder.« Nach Tiſch machte das Zutrauen der Alten ei⸗ ne Scene von eigner Art. Die Kinder waren über die Seite gebracht, die beyden Alten ſetzten ſich nieder zum Mittagsſchlummer. Braune ſaß ge⸗ gen dem Mädchen üͤber, beyde ſtumm, nur daß von Zeit zu Zeit Dine eine Fliege von ihres Oheims Geſicht jagte.

Sie fühlte wohl, daß ſie unter den ſotrahh⸗ tenden Blicken des jungen Predigers ſaß, obgleich ſie tief auf ihre Arbeit nieder ſah. Es ſchien ihm, als ſchmiegte ſie ſich in ſich ſelbſt hinein; als woll⸗ te ſie alle die Reitze ihrer Jugend mit der züchtig⸗ ſten Stellung verhüllen, oder mit dem jungfräuli⸗ chen Erröthen: und eben dieſer Augenblick voll bimmliſcher Unſchuld warf die Flamme der Liebe in ſein offnes Herz.

Er ſah ja an dem langſamen Wallen der Bruſt⸗ an der verſtehlnen Oeffnung der Roſenknoſpe ihres Mundes, daß ſie ſeufzte. Ihr Nähzeug verſteckte den weißen, runden Arm, und die kleine Hand, wenn er dahin ſah; die Spitze ihres Schuhes ver⸗ ſchwand, ſenkte ſich ſein Auge.

Ja, ſie mußte doch aus Höflichkeit von Zeit zu Zeit ihr ſchönes, ſittſames Auge gegen ihn auf⸗