Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Der Pfarrer ermunterte ſich ebenfalls und rief: Aha, Bettel⸗ buben? Eben hat es mir einen ins Geſicht geſchneit.

Der Bauer ſuchte einen Stein, um ihn als Dach gegen den Schnee auf die Laterne zu legen, und ſie eilten im hef⸗ tigſten Schneegeſtöber vorwärts. Jetzt kamen ſie an den Steg der über den Bach führte; der Pfarrer hielt ſich dicht an den Führer. Gemach, gemach! rief Heinrich: eilt nicht ſo, ich ſehe ja nichts!

Während aber der Bauer ſich mit der Laterne nach ihm um⸗ wandte glitt Heinrich im Schnee aus und ſtürzte mit einem mächti⸗ gen Plump von dem Stege, der nur auf einer Seite ein Geländer hatte, in den Bach.

Herr Jeſus! rief der Pfarrer: kannſt du ſchwimmen?

Der Bauer leuchtete gleichmüthig hinunter, hielt aber die La⸗ terne ſchief, ſo daß der Stein ebenfalls ins Waſſer fiel; im ſelben Augenblick ziſchte das Licht von einer hineingefallenen Schneeflocke und erloſch.

Jetzt iſts aus! ſagte der Pfarrer.

Helft mir nur das ſteile Ufer herauf! rief Heinrich drunten: aus dem Waſſer bin ich ſchon!

Die Beiden eilten in der Finſterniß hinzu, und es hielt ſchwer und gelang nur durch das feſte Anſtemmen des Bauers, den armen triefenden Jüngling heraufzuziehen.

Jetzt eilt daß wir nach Hauſe kommen! rief er: der Froſt ſchüt⸗ telt mich! 3

Sie ſuchten den Fußpfad wieder. Hier, ſagte der Bauer, dür⸗ fen die Herren nur gerade vor ſich gehen und ſich links gegen den Berg halten, daß ſie nicht noch einmal an den Bach kommen.

Ihr geht doch mit, Freund? rief der Pfarrer.

Ich bin jetzt zu nichts mehr nutz, erwiderte jener, da ich kein Licht mehr habe, und Euer Weg iſt leichter zu finden als der mei⸗ nige. Wenn ich nur ſchon über den Steg wäre, hörten ſie ihn bereits in einiger Entfernung ſagen; nach einer Weile brummte