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ſchönen alten Zeit!— Sie ſtießen an und bald war alles andre vergeſſen und verdrängt durch Univerſitätserinnerungen. Eine Schnurre wurde durch die andere hervorgerufen. Und weißt du auch noch?— Ja, und damals— Du warſt ja auch dabei— ſo ging es Schlag auf Schlag. Dann tauchten die luſtigen Trink⸗ lieder wieder auf, die eine ſo kindlich frohe Stimmung mit ſich bringen, daß man nicht mehr daran denkt wie unſinnig ſie größ⸗ tentheils ſind; ja der Pfarrer entblödete ſich nicht zuletzt noch den „Mann in der Lämmer⸗Lämmergaſſ“ anzuſtimmen, das abſur⸗ deſte Lied das je von Studenten gedichtet und geſungen worden iſt, und Heinrich, obgleich ihm innere Vorwürfe über ſolch zweck⸗ loſes Treiben bei einer ſchwierigen und noch dazu vielleicht gefähr⸗ lichen Sendung aufſtiegen, konnte doch der Weinlaune des alten Freundes nicht widerſtehen, der hier in ſicherer Ferne von dem geſtrengen Conſiſtorium die einſame Wirthsſtube mit Geſang und Gelächter erfüllte.
Unter ſolchen Umſtänden darf man ſich nicht wundern daß die Nacht ſchon ſtark herein gebrochen war als der Pfarrer endlich auf den Rückzug dachte. Der Himmel hatte ſich bewölkt und es war ſehr finſter. Sie nahmen einen Bauer, der ihnen mit der Laterne vorleuchten mußte. Kaum waren ſie in der friſchen beißend kalten Luft ſo zeigten ſich die Wirkungen des Weins am Pfarrer; er
ſchwankte wie ein mächtiger Baum der nach langem Widerſtande dem wiederholten Angriff des Sturmes nachgeben muß. Auch Heinrich fühlte ſich nicht ganz feſt auf den Beinen und folgte mit Mühe dem Bauer, der bald wieder heimzukommen wünſchen mochte und mit ſtarken nüchternen Schritten vorausging. Dabei hatte er noch ſeine liebe Noth mit dem ſchweren Zechcumpan, deſſen Kopf auf ſeiner Schulter ruhte; denn er hatte ihn unter dem Arm gefaßt und ſchleppte ihn mit großer Anſtrengung fort.
Auf einmal fiel ihm etwas kalt ins Geſicht. Es ſchneit, rief der Bauer im gleichen Augenblicke: Herr Gott, das rieſelt!
Das kommt ſtark, ſagte Heinrich: macht nur vorwärts,


