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Räubergenoſſe darf nicht ſo unvorbereitet wieder in ſeine alte Sphäre hineinplumpen, er bedarf einer Erholung, eines Ueber⸗ gangs von den Schlupfwinkeln der Zigeuner zu den Sälen der Reſidenz, und zu dieſer Zwiſchenſtufe eignet ſich ſo ein Schwarzwälder Pfarrhaus vortrefflich. Bleib' einige Wochen mit ihm bei uns, wir wollen ihn vollends nüchtern machen; du darfſt meine Piychologie, meine Beredſamkeit nicht ſo gering anſchlagen.
Heinrich fand den Vorſchlag gar nicht unwillkommen. Daß man ſie nicht gleich, vielleicht nie wieder in jene glänzenden Cir⸗ kel zurückführen könne, hatte er ſich unterwegs oft vorgeſagt; er hoffte vom Herzog, an den er nach erreichtem Zwecke ſogleich einen Boten abzufertigen gedachte, leicht die Erlaubniß zu dieſem ſtillen
Ferienleben zu erhalten, und wie ſchmeichelte er ſeinem Herzen mit
nie ganz unterdrückten Hoffnungen, wenn er ſich ein wochenlanges, enges, trauliches Zuſammenſein vorſtellte. Was ſeine Wirthe dazu ſagen würden, wenn ſie entdeckten daß der Flüchtling kein Karl, ſondern eine Amalia ſei, was dieſer Umſtand für Folgen haben könnte, wollte er ſich nicht vorher ausmalen, er verließ ſich auf den entſcheidenden Moment und im Nothfall auf den Eindruck den der Stand ſeiner Schutzbefohlenen auf die Pfarrfrau machen würde, die er bereits für die Rückreiſe zur Ehrendame des Fräuleins er⸗ koren hatte. Hat dich am Ende gar der Herzog, deſſen Auge alles durchdringt, mit Abſicht zu ihrem Verfolger und Ritter erwählt? dachte er, und hatte Mühe ſich aus ſeinen ſchwindelnden Träumen zu reißen, um dem Freund eine Antwort zu geben. Er drückte ihm herzlich die Hand und verſprach zu thun was die Umſtände erlauben würden.
Unter dieſen Geſprächen langten ſie in dem Wirthshaus an und trafen zu Heinrichs Erſtaunen einen ſehr trinkbaren Wein. Das iſt ſchon kein Wirtenberger mehr, ſagte der Pfarrer: hier herum triffſt du lauter Rheinwein, nicht gerade von der erſten
Sorte, aber dafür deſto wohlfeiler. Komm, das erſte Glas der
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