Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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verzerrte das Geſicht und ſpuckte ihn mitten ins Zimmer. Pfui Teufel! rief er: was iſt das für ein Geſchmack? das kommt nicht vom Kaffee. Ich habe doch meiner Frau eine genaue Anweiſung gegeben wie ſie ihn machen ſollte.

Er ging hinaus um ſich zu erkundigen, kam aber gleich wie⸗ der herein und konnte vor Lachen kaum reden. Das gute Weib! rief er: die meints beſſer mit dir als du dir träumen läſſeſt! ſie hat meine Anweiſung genau befolgt, aber für einen Herrn vom Hof und meinen ſpeciellen Freund wollte ſie ein Uebriges thun, und hat den Kaffee geſchmälzt! Sieh, die Fettaugen ſchwim⸗ men drauf umher. Schmälzen iſt das Höchſte was ſie weiß, und mehr oder weniger Schmalz, das iſt hier zu Lande das Maß der Achtung welche man einem Beſuch erzeigen will.

Der Pfarrer fuhr fort zu lachen, Heinrich aber, von dieſem Beweiſe des guten Willens gerührt, ging in die Küche, wo er die Pfarrerin beſchäftigt fand die Schmalzpfanne wieder zu reinigen, und lobte die Zubereitung des Kaffee's; in manchen Gegenden des Landes, ſagte er, ſei dieſe Methode gebräuchlich, er aber ſei unglücklicherweiſe in der andern, in der ungeſchmälzten, erzogen und daher nicht im Stande den Kaffee zu trinken.

Sie hörte ihn freundlich an und ſagte: Es iſt mir gar zu arg wenn Sie mir ihn ſtehen laſſen, wollen Sie's nicht noch ein⸗ mal verſuchen? vielleicht gehts doch.

Heinrich replicirte, er habe von Jugend auf nichts Fettes vertragen können, und ging wieder in die Stube, im Stillen von ſeiner gutmüthigen Wirthin bedauert, welche aus dieſem Bekennt⸗ niſſe ſchloß, er müſſe von armſeligen Eltern erzogen worden ſein. Er ließ ſich eine andre Schüſſel geben und hielt ſich an die Milch, die er ſehr ſchmackhaft fand.

Du mußt dich nun an meinem Weine tröſten, ſagte der Pfarrer: mach' daß du mit der Milch fertig wirſt. Kaum hatten ſie eine Weile beiſammen geſeſſen ſo wurde Matthäus von der Pfarrerin hinausgerufen, und kam nach einem kurzen Zwiege⸗