haben, wenn wir ſie auskundſchaften, und es kommt nun zu Ge⸗ waltſchritten, wer ſchützt mich gegen die Heiden, denen es einfallen könnte mir Dorf und Haus überm Kopf anzuzünden?
Heinrich griff in ſeine Brieftaſche und gab ihm die vom Her⸗ zog ausgeſtellte Vollmacht zu leſen. Mit dieſem Papier, ſagte er, will ich das halbe Land alarmiren, wenns nöthig iſt.
Gut! verſetzte Matthäus und pfiff zum Fenſter hinaus. Dieſe genügen für den Anfang. Eine größere Streifmannſchaft iſt bald aufgeboten. Du machſt aber noch keinen Gebrauch von der Voll⸗ macht, wir müſſen unnöthigen Lärm vermeiden.
Verſteht ſich! ſagte Heinrich: du haſt nun ſchon das rechte Verſtändniß.. 1
Ein paar Bauern kamen und flößten ihm durch ihr Ausſehen die beſte Hoffnung ein. Sie waren auf das Zureden des Pfarrers und auf Heinrichs Verſprechungen ſogleich bereit, und erklärten noch ein halb Dutzend Andere ihres Schlags inſtruiren und mitnehmen zu wollen. Je zu zweien, ſagten ſie, wollen wir ausgehen: auf dieſe Art kommen wir gewiß in alle Winkel wo das Wildprät liegen könnte.
Der Pfarrer empfahl ihnen Vorſicht und ſtrenge Verſchwie⸗ genheit, und rief ihnen noch nach: Wenn ihr zurückkommt ſo macht euch auf ein gutes Glas Heidelbeergeiſt gefaßt!


