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men, unter derſelben Bedingung— Aber zuvörderſt muß ich dir doch meine Frau vorſtellen!
Er eilte hinaus und kam nach einer Pauſe, in welcher allerlei Erörterungen Statt gefunden haben mochten, mit einer rieſigen Schönheit zurück. Sie war ganz bäuriſch gekleidet und blickte den Fremdling mit einer ſonderbaren Miſchung von Trotz und Schüchternheit an. Sieh, Röſe, rief der Pfarrer, das iſt mein allerbeſter Freund, mit dem ich als Student ſehr viele tolle Streiche gemacht habe. Er iſt indeß ein großer Herr geworden, und ich— ein armer Pfarrer auf dem Schwarzwald! AbLer jetzt geh' und mach' den Kaffee.— Dieſer Befehl war von einem bit⸗ tenden Blicke begleitet, den die Frau mit einiger Freundlichkeit aufnahm. Heinrich trat auf ſie zu und ſagte ihr etwas Verbind⸗ liches; ſie reichte ihm die Hand, die ſie vorher an der Schürze abgewiſcht hatte, und erwiderte bloß: Ich will jetzt den Kaffee machen.— Damit verließ ſie das Zimmer.
Tauſchen wir unſre Lebensläufe aus! rief der Pfarrer. Den unbedeutendſten zuerſt! Sobald ich die Vocation hieher erhalten hatte dachte ich: es iſt dem Menſchen nicht gut daß er alleine ſei, ſah mich gleich bei der erſten Predigt, wo ich doch das voll⸗ ſtändigſte Auditorium erwarten konnte, unter meinen Schafen um, da ſtach mir die Röſe in die Augen und wurde ſofort nach weni⸗ gen Wochen zum Range meiner Gemahlin erhoben. Das iſt alles, Punctum! Ich kann dich aber verſichern, daß ſie, wenn auch nicht ganz courfähig, doch eine vortreffliche Perſon iſt, die mich ſehr lieb hat und mit der ich vollkommen glücklich lebe. Aus dieſem Grunde mußt du ihrs auch zu Gute halten wenn der Kuffee viel⸗— leicht nicht ganz ſo ausfällt wie du ihn in Stuttgart zu trinken gewohnt biſt; denn ich kann dich im Vertrauen verſichern daß ſie heute zum erſten Mal in dieſes höhere Gebiet der Kochkunſt hin⸗ überſchreitet. Wir trinken als gute Chriſten dieſen mohammedani⸗ ſchen Abſud nicht, wir frühſtücken Suppe oder Milch, was eine ſehr geſunde und nahrhafte Koſt iſt, und ich würde deinen Wunſch


