zwiſchen ſeinen Beinen zu verſchanzen ſuchten. Na, was iſts, ihr
Krabben? rief dieſer und ſah empor. Da erblickte er den fremden Mann und ſtarrte ihn an. Aufgeſchaut, Herr Pfarrer! rief Hein⸗ rich, der ſich kaum noch beherrſchen konnte: es iſt kein Bauer der eine Taufe oder eine Leiche anmeldet.
Der Pfarrer ſtand auf und betrachtete ihn zweifelnd; er hatte noch immer in der einen Hand die Feder, in der andern das Manuſcript. Weiß Gott er iſts! rief er plötzlich, indem er Papier und Feder nach beiden Seiten auf den Boden warf. So, das wär' die Predigt! Du Prachtskerl, ich hab' dich kaum mehr erkannt, ich ſag' dir, du ſiehſt aus wie ein Prälat. Jetzt erzähl' mir nur: wer biſt du? wo biſt du? wie gehts dir? was führt dich in mein Patmos? quis? quid? ubi? quibus auxiliis? cur? quo- modo? quando? denn daß du dich aufgemacht haſt, du Pom⸗ peius, bloß um mich armen Teufel zu beſuchen, das glaubt dir ein anderer!
An meinem guten Willen, ſagte Heinrich, und daß ich dich eines Beſuches ohne alle Nebenabſichten werth halte, wirſt du
hoffentlich nicht zweifeln, du haſt mich wenigſtens ſonſt als einen
ehrlichen Geſellen gelten laſſen;— weißt du denn aber nicht, der du das Alte Teſtament beſſer kennen ſollteſt als ich, daß die Pa⸗ triarchen ihre Gäſte erſt wenn ſie Speiſ' und Trank empfangen hatten um ihre Angelegenheiten befragten?
Iſt auch wahr! rief der Pfarrer: du ſollſt ſogleich haben was mein Haus vermag. 4
Zuerſt, ſagte Heinrich und hielt den Eilfertigen am Arme feſt, zuerſt will ich mich ſetzen, denn ich bin ſehr müd; ſodann bitt' ich dich für meinen armen Rappen zu ſorgen, der ohne Zweifel auch nicht mehr ſo friſch iſt wie geſtern Abend; ferner bitt' ich dich zunächſt bloß um eine Taſſe Kaffee.
Kaffee! ſagte der Pfarrer mit gedehntem Ton und ſah ihn einen Augenblick verlegen an: du ſollſt ihn haben wenn du vor⸗ lieb nehmen willſt; der Rappe ſoll ebenfalls das Seinige bekom⸗


