Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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will ich all mein Dichtertalent widmen, und dieſe Liebeslieder ſollen den Inbegriff der Poeſie in ſich ſchließen und mein ganzes Lebensglück ſein.

Armer Ixion! ſagte Heinrich lächelnd: wie bald würdeſt du ungenügſam werden und eine lebenswarme Wirklichkeit in deine Arme wünſchen!

Nein! rief der Dichter feurig: es iſt beſchloſſen und ſo ſoll es ſein! Du aber mußt ſie noch in dieſer Stunde taufen.

Gut! Incognita ſoll ſie heißen. Das gäbe Stoff zu artigen Epigrammen.

Nein, ich will einen landläufigen Namen haben, bei dem ich ſchwören kann, und dann will ich dir alle Tage ein Stück aus der Geſchichte meiner Liebe erzählen.

Bedenke doch wie gut dir Incognita anſtünde, und wie der Name mit den Forderungen der Treue, der Wahrheit in Einklang zu bringen wäre! Wie hieß die Dame die Sie geſtern aus dem Theater führten? Incognita. Und Ihre heutige Liebe, bitte, wie wird ſie heißen? Incognita. Morgen und alle Tage Incognita, mit treuem, unwandelbarem Gemüth.

O ſtill! rief der Dichter erröthend. W unbekannten Gott ſo will ich meiner Unbekannten einen Altar errichten und jede unlautere Regung darauf opfern.

Und einen landläufigen Namen willſt du? fuhr Heinrich un⸗ erbittlich fort: ich dächte doch, Incognita ſei der landläufigſte Name und Charakter den man finden kann.

Du wirſt mich ernſtlich bös machen, ſagte der Dichter: laß dieſe Scherze die mich nur allzu bitter berühren und mir die Elendig⸗ keit dieſes hieſigen Lebens vor Augen rücken. Wahrhaftig, ich möchte ſeine Skorpionengeißel ſchwingen gegen mich und alle, alle!

Oder einen Schürhaken, wie geſtern Abend der Teufel auf der Redoute.

Schiller ſah ihn groß

ie jene Griechen dem

an und lächelte geheimnißvoll. Warſt

du denn auch dort? fragte er.