Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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Gut geſagt, mein Vater. Aber wenn es, wie ich ſchon ge⸗ hört habe, Menſchen gibt welche die Sprache dazu erſchaffen glau⸗ ben um die Gedanken und den Charakter zu verbergen; ſo ſeid Ihr der völligſte Gegenfüßler von dieſen, und wenn Ihr Euren Styl nicht beſſer zu verſtellen und Euren Kopf nicht gelenkiger zu halten vermögt, ſo fürchte ich Ihr werdet nichts als ein lebendig wandelnder Steckbrief ſein.

Er nahm ſchnell eine gebeugtere Haltung an. Du redeſt die Wahrheit, mein Sohn, ſagte er: empfange dafür meinen Segen.

Dank, heiliger Vater. Alſo Ihr ſeid gekommen uns von

unſrer unheiligen Thorheit zu bekehren? Soll ich Stille aus⸗ rufen, damit Alles Eurer Predigt lauſchen möge?

Nein, nein! ich bin zufrieden Eine Seele gefunden zu haben, der ich meinen Zuſpruch und die Tröſtungen anbiete die mein theilnehmendes Herz zu geben vermag.

Dieſe Seele iſt Euch ſehr verbunden. Wie aber wenn ich Euch vertraue daß ſie bereits ich will nicht ſagen getröſtet, aber bekehrt iſt? daß ſie mit Nächſtem gerettet ſein wird aus dieſer argen, ſchlimmen Welt?

Ich verſtehe dich nicht, meine mein Sohn! du redeſt als ob dieſe Seele in ein Kloſter gehen wollte.

Und wenn es ſo wäre? Sch weiß ein Kloſter mit viel tau⸗ ſend hohen Säulen, eine blaue Wölbung ſpannt ſich drüber her, und ſeine Bauart hat ihres Gleichen nicht. Gar ſchöne Muſik iſt darin zu hören, und eine Rieſenorgel füllt den weiten Bau mit ihrem Athem aus.

Du redeſt in Räthſeln, mein Sohn. Gott erleuchte dich oder mich! 4

Das wird er, mein Vater, beides zu ſeiner Zeit. Für jetzt aber ein leiſes Wort: neigt Euch tiefer, tiefer: Schweigen und Nachfolgen! Ja, mein frommer Vater, ein ſolcher Beichtiger wie Ihr wird dort willkommen ſein. Wollt Ihr folgen wann es an der Zeit iſt? wollt Ihr?