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zu überwinden ging er dreiſt auf einen unterſetzten Sarazenen zu und bot ihm den frommen Gruß der im Charakter ſeiner eigenen Maske lag.
Dceer Heide wandte ſich erſchrocken um und machte mehrere Verbeugungen:„Fehl' mich ganz gehorſamſt! ſtotterte er endlich verlegen heraus.
Mich auch! erwiderte Heinrich laut lachend. Er glaubte an der Stimme einen alten Kanzleiherrn erkannt zu haben, mit dem er ſchon ſonſt wo zuſammengetroffen war.
Der komiſche Auftritt hatte ihm Muth gemacht. Er fühlte feine Geſtalt unter dem Umfang der doppelten Kleidung hinläng⸗ lich verſteckt, und viel zu lebhaft für einen Kapuziner begann er ſich im Saal umherzutreiben. Er ſuchte, fand aber nirgends. Unter keiner dieſer prachtvollen, ſtummen Masken, die mit ruhiger Haltung an einander vorüberwandelten, höchſtens einige Worte flüſterten und dann weiter gingen, konnte er ſie vermuthen. War ſie nicht da? Nein, denn gewiß hätte ſie in dieſes Hadesleben Aufregung und bunte Manigfaltigkeit gebracht. Er bereute ſich hier unnützer Weiſe in Gefahr begeben zu haben.
Da fühlte er ſich leicht angeſtreift. Ein wunderſchlanker Zi⸗ geunerknabe, an deſſen Schmuck ein Juwelier ſeinen Vorrath er⸗ ſchöpft zu haben ſchien, war neben ihn getreten und zwei muth⸗ willig funkelnde Augen bohrten ihm durch ſeine Doppelmaske hindurch. Gelobt ſei Jeſus Chriſt! ſagte eine holde Stimme, vergebens bemüht einen jugendlichen Baß zu erzwingen.
In Ewigkeit! erwiderte Heinrich, den beim Klange dieſes Grußes ein freudiges Zittern befiel.
Ihr habt Euch verirrt, mein frommer Vater, fuhr der Knabe fort: was hat Euer Fuß zu ſuchen auf dieſem Schauplatz der bunten Narrheit?
Und iſt es nicht paſſend, antwortete er, der Fröhlichkeit den Ernſt und dem bunten Schimmer jenes Grau vorzuhalten, das, wie man meint, die Grundfarbe des täuſchenden Regenbogens iſt?


