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Gleichgiltigkeit behandelt hatte: wie konnte er nun die Aufgabe abweiſen, die ihm von der Freundſchaft, vom Gewiſſen, und wie dieſe zarten Behörden alle heißen mögen, geſtellt wurde! er mußte ſich von ihrem Zuſtand überzeugen, er mußte ſehen ob ſie eines Troſtes bedürftig ſei. So treffen wir ihn denn auf einem Gange den er nicht unter der Eingebung der Weisheit Salomonis an⸗ getreten hat.
An geheimen Mitteln und Wegen fehlte es nicht, um auch ungeladen zu dem Feſte zu kommen, wo er gewiß war mit ihr zuſammenzutreffen. Vorſichtig hatte er ſich zwei Maskenanzüge verſchafft, um ſich mit deren Hülfe aus jeder Verlegenheit zu ziehen. Schon war er als Zitherſchläger gekleidet: als ſolcher wollte er vor ſie treten, wenn er erſt die nöthige Kunde und Sicher⸗ heit erlangt haben würde. Er warf eine braune Mönchskutte über die maleriſche Tracht und eilte fort, da ſeine Uhr ihm ſagte daß die glänzenden Räume nunmehr gefüllt ſein würden.
In einem ſpärlich beleuchteten Gange, wo man die Muſik leis und fern vernahm, ſtieß er auf zwei Zigeunermasken, deren Aus⸗ ſehen und Haltung ihm täuſchend gelungen ſchien. Sie mochten auch ihr Geheimniß haben, denn als er ſich ihnen näherte hörte er die eine zur andern ſagen: Paſſ' ja recht auf, Duly, und ent⸗ ferne dich keinen Augenblick von hier..
Wohl, wohll entgegnete die andre Maske.
Heinrich drückte ſich an ihnen vorüber. Der fremdartige Name war ihm aufgefallen, aber er hatte keine Zeit zum Grübeln, denn ſchon war das Pförtchen erreicht das ihn einlaſſen ſollte. Er öff⸗ nete ſacht und, begünſtigt von dem blendenden Schein der Kron⸗ leuchter, war er unbemerkt in den Saal getreten. Die Aufmerk⸗ ſamkeit der bunten Verſammlung war nach einer andern Seite gerichtet, wo ein hoher Venetianer, den Hut mit blitzenden Steinen geziert, einhergeſchritten kam. Alles wich ihm aus, und Hei nrich, ſein Terrain überſehend, ſchlug ſich zu einer Gruppe wo er ihm vorerſt weit genug aus den Augen war. Um ſeine Befangenheit


