Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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und ſetzte aus einander, daß auch dieſe bei der allgemeinen Sünd⸗ haftigkeit der Menſchen viel Urſache haben, einander liebevoll zu extragen, die Unterthanen aber um ſo mehr ſich ihrer Pflichten erinnern ſollen, wenn der von Gott ihnen gegebene Herrſcher ſelbſt und aus freien Stücken ſeine Unvollkommenheit bekenne.

Nicht alle, fuhr er fort, werdet ihrs vergeſſen haben, daß wir

herrn, um ſeine fernere Erhaltung beteten; laſſet uns nicht ver⸗ geſſen, daß er ein Lebensziel erreicht hat, wo das Herz ſich ern⸗ ¹ ſteren Gedanken erſchließt und täglich auf den Ruf ſeines Herrn

und Richters harret; laſſet uns unſere Herzen ſo gegen⸗ ihn ſtim⸗ men, daß es Gott wohlgefällig ſei. Und nun vernehmet, prach er nach einer Pauſe, was der Herr unſrem Herrn an ſeinem Geburtstag ins Herz gegeben hat, vernehmet die Worte, welche unſer Fürſt durch mich an euch richtet, ſeine eigenen Worte, die

Darauf entfaltete er ein Papier und las:. 2*Gott, von dem alles Gute kommt und ohne wel lchen nichts Gutes kommen kann, haben wir es zu verdanken, daß durch ſeine Güte Unſre Lebensjahre mit dem heutigen Tage ſich auf funfzig,

ſeine Gnade verliehen, Unſerem ſo vorzüglichen Berufe gemäß, dasjenige mit guten Kräften und Geſundheit bishero ausführen zu können, was nicht allein Unſere Regentenpflichten mit ſich ge⸗

und getreuen Unterthanen nach Unſrer landesväterlichen Obliegen⸗ bat von Zeit zu Zeit für dienlich befanden.. Da Wir aber Menſch ſind und unter dieſem Wort von dem ſo vorzüglichen Grad der Vollkommenheit beſtändig weit entfernt geblieben, und auch für das Künftige bleiben müſſen, ſo hat es nicht anders ſein können, als daß theils aus angeborner menſch⸗

mithin ein halbes Jahrhundert erſtrecken, wobei er Uns beſonders

bracht, ſondern auch was Wir zum wahren Beſten Unſrer lieben

licher Schwachheit, theils aus nicht genugſamer Kenntniß, und ſonſtigen Umſtänden, ſich viele Ereigniſſe ergehen. die, wenn ſie 8

vor wenigen Tagen, als am fünfzigſten Geburtstag unſers Landes⸗

ich euch hiemit nach ſeinem Willen und Befehle vorleſen werde. 4

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