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und kann dir nichts bedeuten; aber wie du die zarten Pflanzen an deine ſtarke Bruſt nimmſt und um meinetwillen behüteſt und werth hältſt, ſo thue auch mit deinem Mädchen, das dir weiter nichts gelten kann, als daß ſie dir ſo überaus von ganzem Her⸗ zen gut iſt.
Heinrich war von dieſen einfachen Worten aufs Innigſte ge⸗ rührt, und keine von den prächtigen Redensarten, die ihm ſonſt ſo leicht wurden, wollte ihm über die Lippen gehen. Er küßte ſie herzlich, aber eh' er etwas erwidern konnte, vernahmen ſie laute Stimmen in der Nähe; ſie blieben hinter einer dichten Einfaſſung ſtehen und blickten hinaus. Einige Bauern kamen von der An⸗ höhe, hinter welcher ſich die Felder ausbreiteten, gegen das Wieſen⸗ thälchen herunter gegangen.
Seht einmal, ihr Mannen! rief einer von ihnen und blieb ſtehen: meiner Treu! das Thal kriegt ſchon ein neues Bärtlein. Da ſiehts getreu aus, wenn's im Februar maielt! Da kommt alles ins Treiben, und nachher nimmts der Froſt.
Iſt mir doch immer lieber, ſagte ein andrer mit finſterem Geſicht, wenns von ſelber zu Grund geht. Es gibt keine größere Narrheit für uns Leute, als wenn wir uns viel um unſere Saat bekümmern. Gehts ſchlecht, ſo lamentirt alles zuſammen, und gehts gut, gleich iſt's Wild bei der Hand und frißt, was ihm ſchmeckt, und was ſtehen bleibt, das geht bei der nächſten Jagd zu Schanden.
Das iſt auch wahr, Schmidpeter, fiel ihm der erſte bei.
Das gibt wieder eine Mahlzeit für die Sauen, Hansjörg, fuhr der Schmid in ſeiner finſtern Laune fort: wenn's der Ernte zugeht, und der Dinkel grad recht in der Milch ſteht, da laden ſie ſich wieder ein.
Und wenn ſie meinetwegen noch für den Hunger freſſen thä⸗ ten, Gott verzeih mirs, ich wollt's ihnen noch gönnen, ſagte Hansjörg ärgerlich: aber's iſt ihnen um die pure Wolluſt zu thun; ſie ſehens als Nachtiſch an; da raufen ſie die Frucht hand⸗


