Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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iſt's eben in der Verwirrung meiner Sinne geſchehen, kurz, ſtatt dem Aſſas geb' ich der Glocke den Streich, und das mit beiden Händen, einen Streich, wie wenn man einen Ochſen ſchlägt: Sie hat aber auch Laut gegeben, die gute Suſanna

mit ihrer tiefen Stimme, einen zornigeren Baß habe ich keine

Karthaune jemals ſingen hören. Und ſiehe da, ich hatte in mei⸗

nem Unverſtand das rechte Mittel getroffen. Der Donnerſchlag,

der mich ſelbſt ſchier zu Boden geworfen hätte, fuhr dem Geſel⸗ len auf den Kopf, und zuſammen bricht er, und krach, krach, klatſch, klatſch, geht's die Stiegen hinunter, immer ferner, immer dumpfer aufſchlagend, bis endlich nichts mehr zu hören iſt. Es blieb auch ſtill, und ich will nicht läugnen, daß mir's wohler war als zuvor.

Das glaub' ich, ſagte einer der Zuhörer. Aber hat er wirklich den Hals gebrochen?

Den andern Morgen, das könnt ihr euch denken, ſah ich zeitig nach. Tief unten, wo die unterſte Stiege wieder auf dem Gemäuer aufſteht, lag ein Haufen Gebeine, zerſtreut und zerbrochen. Bis dahin waren ſie durch die halb offenen Stock⸗ werke hinunter gefallen und mögen ſich unterwegs an manchem Balken geſtoßen haben, bis ſie auf dem ſteinernen Grund vol⸗ lends den Reſt bekamen.

So iſt's alſo kein Traum geweſen? rief einer der Zuhörer, den das Entſetzen jetzt erſt recht zu ergreifen ſchien.

Der Thürmer nickte. Ich trug ſie nach der Sommerlaube hinab und über das Gewölb des Kirchenſchiffs bis ganz nach hinten, wo ſich ein Abgrund zu Füßen aufthut. Ihr wißt, das iſt der grüne Thurm, der durchein hohl und von außen und von innen unzugänglich iſt. Man glaubt, es ſei gar nichts drin, aber ich weiß es beſſer, denn dort drunten liegt der Aſſas. Dort hab' ich ihn hinuntergeſchüttet. Aber wißt ihr, wem ich's er⸗

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