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alten Rieſen im Kopf, wie der Gedank' im Kopf des Menſchen ſitzt.— Haſts immer noch im Zahn? fragte er unverſehens den Trübſalbläſer, der ſich bei den letzten Reden aufgerichtet hatte. WVie du's im Hirngehäus haſt, brummte dieſer, ohne jedoch die Hand mit dem Läppchen von der Wange zu entfernen.
Ich glaub', ich thät' mich fürchten, ſagte Einer, wenn's bei ſtiller Nacht im Thurm ſo ruckt und lebt. 3
Contrari, verſetzte der Thürmer blinzelnd, da droben iſt man ſicher wie in Abrahams Schoß, und hört nichts von dem was drunten vorgeht, tief unter der Uhr und unter dem Kreuz⸗ gewölb. Denn dort möcht' ich nicht jede Nacht ſein.
Was? wo?
Nun, in der Kirche ſelber.
Woher wiſſet Ihr das, Ulrich? riefen die Andern, indem ſie näher zuſammenrückten.
Vom Sehen. Ich bin einmal dazu gekommen, es war am Bürgermeiſterstag, die Herren feierten die Wahl mit einem Bankett und Tanz auf dem Rathhaus, und weil meine Glocken am Morgen ſo luſtig zur Rathsproceſſion geläutet hatten, ſo meinte ich am Abend, mir könnte wohl auch einiges Türkenblut ſpringen bei meinem Kaſper da. Nun, es war ſpät geworden, aber eine glanzhelle Julinacht, der Vollmond ſtand am Himmel, und wie ich den ſteinernen Schnecken wieder heimſteige, ſchlägt's eben Mitternacht über mir. Nachdem es aber ausgeſchlagen hatte, da war mirs als hört' ich neben drunten ein Geräuſch. Ich bleibe ſtehen, und richtig hör' ich ein Klopfen und Poltern von der Kirche her, daß ich gleich denken muß: da gibt's etwas. Ich ſteige alſo vollends hinauf bis zur Sommerlaube, gehe weiter, bis wo die Glockenſeile durchs Gewölb ins Paradies hinabhängen, in die Vorhalle der Kirche, lege mich auf den Boden und gucke durch eins der Löcher hinunter. Aber was
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