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Bahn geweſen bin, lang eh ers ſo weit gebracht hatte wie jetzt, und hab' mit ihm den Halbmond geſtutzt und nachher auch noch den Gockelhahn gerupft, unſere beiden Erbfeinde.
Das iſt ein guter Troſt für das Stillſitzen, lachte einer der Gäſte, aber ein ſchlechter für den ſeligen Fuß.
Für den muß ich mich eben mit dem häuslichen Sinn tröſten,
erwiderte der Thürmer, denn die vielen ſteilen Stiegen thuts
freilich nicht oft und geht mir allemal lang nach, klappert auch, wie nichts Gutes, abſonderlich in der Nacht.
Es muß doch etwas Apartes ſein, hob ein Anderer an, wenn man ſo hoch über den Häuſern und Dächern ſitzt im engen Thurmſtüblein.
Ja, ja, verſetzte der Thürmer und ſchaute lang in die Kanne; ſein Geſicht hatte einen eigenthümlichen Ausdruck, es war ſchlau und träumeriſch zugleich. Wenn man Abends ſo durch das einzige kleine Fenſterlein auf das Meer von Lichtern drunten ſieht, ſo iſts als ſäße man auf einem umgekehrten Felſen und hätte die Sterne unter ſich. Oder, fuhr er abgebrochen fort, man ſteht draußen unter dem Glockenſtuhl im hohen Thurmfenſter, zwiſchen den heraufragenden Thürmlein, Zacken und Löwenköpfen, die Lichter löſchen eins ums andere aus, die Stadt liegt tief unten und thut keinen Athemzug, der Nachtgeiſt ſtreicht durch die offenen Fenſterbogen, haucht leis über die Glocken hin, endlich entſchläft er, nun lebt nichts mehr in der Welt als unter den Füßen die Unruhe der Uhr mit ihrem Ruck⸗Ruck, Ruck⸗Ruck, und dann und wann raſſelts wie ein plötzliches Zuſammenſchrecken in den großen Rädern und Gewichten, ſo daß es Einem vorkommt, der Thurm ſei ein lebendig Weſen mit Herz und Puls im Innern, und oben im Kopf da wohnt die metallene Stimme, und neben ihr das lichte Ding, das über allem dieſem brütet und ſimulirt— ver⸗ ſteht ihr, das iſt der Wächter ſelbſt, denn der ſitzt recht dem
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