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hinuntertrieb. Die erſte Reiſe iſt wie die erſte Liebe, ſie verwan⸗ delt das ganze Weſen des Menſchen. Bei Bingen beſtand er ein kleines Abenteuer, doch ließ ihn die Lurlei mit dem Schrecken davon kommen. Auf dem Wege nach Attendorn hatte er einen günſtigen Angang, eine Lämmerheerde, und in Attendorn ſelbſt, vor einem Eckhauſe, zu welchem er auf ſeine Frage nach Mei⸗ ſter Chriſtoph Woltmann gewieſen worden war, ſtand ein Engel und fragte ihn: Wat belieft, myn Heer? Er gab ſeine Auskunft ziemlich verwirrt, und der Engel führte ihn die Treppe hinauf in ein Zimmer, wo der Meiſter, der ſo eben Feierabend ge⸗ macht hatte, beſchäftigt war, ein Stück echten Limburger Käſes und eine Kanne Wein durch ein gelaſſenes Schmelzverfahren mit einander zu vereinigen.
Wo biſt du geweſen, Katharina, und wen bringſt du mir da? fragte der freundliche Mann.
Ich habe den Geſellen ihren Trunk gebracht, Vater, ſagte das holde Mädchen, das mit Franz in die Thüre getreten war. Dann ging ich in die Abendmette, und wie ich zurückkam, blieb ich noch eine Weile unter der Hausthüre ſtehen, es iſt ſo ein war⸗ mer Tag heute; nun kam der Fremde hier auf mich zu und ſagte, er wolle Geſell bei Euch werden, und habe Euch einen Brief zu überreichen.
Meiſter Woltmann hieß den Ankömmling näher treten und nahm ihm den Brief ab. Er war ausnehmend vergnügt, als er hineingeſehen hatte; abwechslungsweiſe las er den Brief und betrachtete den Jüngling. Sei mir herzlich willkommen in mei⸗ nem Hauſe, lieber Junge! rief er endlich. Was du deinem Vater gleichſt! Zug für Zug, wie aus dem Geſicht geſchnitten! Ja, das war ein hübſcher, luſtiger Burſche zu ſeiner Zeit, wir haben manchen guten Tag mit einander verlebt in Lüttich. Nun, das iſt brav von ihm, daß er dich zu mir ſchickt; ich will dir ein


