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Ich will's ihm vertreiben, ſo wahr ich Senator und Zunftmei⸗ ſter bin! Wenn er einmal ſein Handwerk aus dem Fundament gelernt hat und ein gemachter Mann i*ſt, dann iſt's Zeit, ſich nach einer Frau für ihn umzuſehen, das heißt, nach einer Frau, die ſeinen Eltern anſteht und fromm und fleißig iſt, und nicht in Hoffahrt gekleidet, wie die Lilien auf dem Felde, die da weder nähen noch ſpinnen. Pugio! ich habe nicht eher an ſolche Sachen gedacht, als bis ich von meinen Reiſen zurückkam und mich hier niederließ, und der milchbärtige Junge hat ſeine Geſellenjahre noch nicht einmal hinter ſich, und in der Welt iſt er auch noch nicht geweſen. In der Welt muß man geweſen ſein, das gibt den Verſtand und den rechten Schick.— Ich habe mir's ſchon lang bedacht, ſagte er etwas freundlicher zu ſeinem Sohn, du mußt fort in die Fremde, ich ſehe, es iſt nunmehr Zeit dazu, und dann kommſt du mir auch aus der einfältigen Lieb⸗ ſchaft heraus. Ich bin weit gereist, aber für's Erſte will ich dich nicht ſo weit forttreiben. Du ſollſt mir in die kurkölniſche Stadt Attendorn; daſelbſt iſt ein geſchickter Glockengießermeiſter, Chriſtoph Woltmann, mein ſehr werther Freund, mit dem ich lange Zeit zu Lüttich als Geſell geſtanden bin. An den will ich dir einen Brief mitgeben, daß er dich in Arbeit nimmt, und hernach, wenn du mir anſtändig ſchreibſt und triftige Gründe dafür weißt, bin ich auch nicht abgeneigt, dich noch weiter reiſen zu laſſen.
Franz war ein gehorſamer Sohn und ein verſtändiger Jüng⸗ ling; er ſagte: Ja, Vater, ich din's zufrieden; ließ ſich den Wanderbrief ſchreiben, nahm Abſchied vom Hauſe und wanderte nach Norden zu.
In der fröhlichen Rheingegend hatte er bald ſeinen geſun⸗
den Muth wieder gefunden; Herzweh, Heimweh und was ihn
drücken mochte, warf er in den Strom, als er mit dem Schiffe
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