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umgeben war, die ihm keinen Durchgang geſtatteten, ſo durch⸗
b brach man die Mauer im Chor und ſchob den mehr als hundert Werkſchuhe langen Widder nach der einzigen freien Seite hinaus, worauf er am Rathhaus aufgehängt wurde, mit dem er jetzt bis auf den eiſernen Schnabel verbrannte. Noch immer ſtießen die Straßen dicht an die hohe Marienkirche, und wer über den eige⸗ nen Jammer noch hinausdenken konnte, der zitterte für das Kleinod der Stadt, als die lange, vom untern nach dem obern Thore führende„Kramergaſſe“ nun auch aufwärts vom Marktplatz zu brennen begann. Sie lag zwiſchen zwei Feuern, die ſie von den beiden hinter ihr brennenden Gaſſen her zugleich ergriffen. Man riß die größten Gebäude an der Kirche ein, und zu gleicher Zeit wälzte ſich die Flammenmaſſe nach Süden weg, ſo daß die Umgebung der Kirche völlig frei vom Feuer wurde; aber das Gluthmeer, von deſſen Athem das Waſſer in den Röhrenbrunnen ſott, die hölzernen Staffeln im Bache verbrannten uud die dick⸗ ſten Fäſſer in den Kellern zu Aſche wurden, hauchte auch nach der Spitze des Thurmes empor, und von oben herab wurde die Kirche ein Spiel der Flammen.
Am Abend des zweiten Tages ſah man kleine Lichter im Gebälke des Glockenſtuhls erſcheinen; ſie liefen hin und her und floßen zuſammen; auf einmal ſchlugen die Flammen zu den Bo⸗ genfenſtern heraus; ein ſtürmender Wirbelwind erhob ſich und die ganze Kirche ſammt allen angränzenden Häuſern ſtand im Feuer. Zum letzten Mal bewegten ſich die Glocken, aber nicht von Menſchenhand; ſie läuteten ſich ſelbſt zu Grabe, bis ſie mit
furchtbarem Krachen herabſtürzten und in dem Feuerofen zer⸗ ſchmolzen. Nächte lang ſtand der Thurm ſchneeweiß glühend, dann ſchwarz und ausgebrannt über der weiten Schuttſtätte. Die Röthe am Himmel ſah man bis in die Schweiz, und die Umgegend war ſo ſtark erleuchtet, daß man, wie alte Leute zu
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