Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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indem ſie eine Zeit vor uns aufthat, die einer Stadt von mit⸗ telmäßiger Größe ihren Namen in die Reichsgeſchichte einzutra⸗ gen geſtattete. Mündliche Sage und Rede machte uns zuerſt mit den Hohenſtaufen bekannt, die unſerem alten Dorfe Mauern und Stadtrecht verliehen, und die ſchöne münſterartige Marienkirche zeugte ja gleichſam in Lebensgröße noch von den Tagen, da die junge Stadt dem ſchwäbiſchen Kaiſerhauſe ihre dankbare Treue bewies. Nach der unglücklichen Schlacht bei Frankfurt, die durch den Ab⸗ fall zweier ſchwäbiſchen Grafen mit entſtellten aber leicht kennt⸗ lichen Na für König Konrad verloren gegangen war, wurde dieſe Rine von den Bürgern während der Noth der Beren⸗ nung gelobt und nach dem Siege über die Belagerer alsbald in Bau genommen. DieſerPfaffenkönig Heinrich Raſpe, der unſeren Vorfahren heiß gemacht, war der erſte Gegenſtand, wel⸗ cher unſere Leidenſchaft in Bewegung ſetzte: wir haßten ihn wie den Teufel, obwohl wir uns etwas ziemlich Eiſernes unter ihm vorſtellten und uns ſchon die Ehre unſerer Stadt gebot, ihn nicht als einen geringfügigen Gegner anzuſehen. Mit voller Parteinahme waren wir dann dabei, als die Stadt in den folgenden Zeiten, mit den anderen Städten verbündet, dieLandherren befehdete, und bei aller Liebe zu unſrem Schiller wollte es uns doch keines⸗ wegs behagen, daß er ſich vom wirtenbergiſchen Parteigeiſte ſo weit fortreißen ließ, unsGift kochen zu laſſen, von wel⸗ cher Kochkunſt uns doch nicht das Entfernteſte bewußt war; doch ſöhnte uns das einigermaßen mit ihm aus, daß er ſeinen Grafen von unsgepantſcht nach Hauſe ſandte. Aber Uhland mit ſeinenGerbern undFärbern hatte es eben doch ganz anders getroffen! Ueber die Geſchichte bei Döffingen ſodann mußten wir freilich achſelzuckend wegzukommen ſuchen. Eine weitere Nahrung bot unſerem ſtädtiſchen National⸗

ſtolze, wenn ich das Wort in ſo verjüngtem Maßſtab anwenden