den leuchteten, wenn der holde Knabe wie ein troͤſtender Engel in ſeine Einſamkeit trat, und durch kindliche unbefangene Aeußerungen ſeinen Schmerz milderte, ſeinen Unmuth verſcheuchte. Zwei Monate verſtrichen, ehe es Roſalien gelang, durch Beſtechungen Heinrichs Freiheit zu bewirken. Endlich ſprengte doch ihr Gold die Thuͤr ſeines Kerkers, und ungrſtaͤm verlangte Heinrich nach dem wohlthaͤtigen Weſen, das ihn in zwei ſchmerzlichen Monaten ſo liebevoll un⸗ terſtuͤtzt, ihn vor Verzweifelung geſchuͤtzt hatte. Er ward zu Roſalien gefuͤhrt. Sie empfing ihn, den kleinen Theodor an der Hand.
„Roſalie!“— rief Heinrich ſtarr vor Er⸗ ſtaunen aus, als er ſie erkannte.
Sie kam ihm ſanft, und mit Thraͤnen im Auge entgegen, und ſprach:„Ja, Heinrich! Ro⸗ ſalie, die ein ungegruͤndeter Verdacht von Dir entfernte, und die jetzt Dir beweifen wollte, daß ſie nicht aufgehoͤrt hat, Dich zu lteben.“
„Ein ungegruͤndeter Verdacht?“ „Ja, Heinrich, ein voͤllig ungegruͤndeter


