keinen Vater mehr?“— Sie umſchlang ihn mit Innigkeit, benetzte ſein Lockenkoͤpfchen mit heißen Thraͤnen, und fluͤſterte wie vernichtet⸗ „Nein, Theodor, Du haſt keinen Vater mehr.“
Auf ihrem Lieblingsplaͤtzchen war es, wo Roſalie einen rreinen aitrur wweichesn Iloß. der Erinnerung gewidmer; ein Bach rieſelte ſanft, als wenn ihn Lieb' und Trauer geheiligt häͤt⸗ ten, daran voruͤber, und verlor ſich im Strome.
Hier feierte ſte ihre ſchoͤnſten Abende; hier jeden Geburtstag des geliebten Heinrich, ſo
wie den der Verlobung, und den ſeligen Tag der innigſten Verbindung.
Alle geraͤuſchvollen Zirkel vermied ſie ſorg⸗
faͤltig; laute, laͤrmende Freude ſtimmte mit ih⸗
rem Schmerze, ihrer Trauer nicht uͤberein. Bloß eine Freundin, welcher der Tod einen theu⸗ ren Gatten entriſſen hatte, ſah ſie oͤfters. Frau von D.. wohnte nur eine Meile von
Roſaliens Gute entfernt, und beide ſuchten, da


