Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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nigſten Freunde von bewaͤhrter Rechtſchaffen⸗

heit. Dieſer meldete ihm, daß man viel von einem Einverſtaͤndniſſe Roſaliens mit dem Gra⸗ fen Kraſinsky ſpreche, und daß der Schein al⸗ lerdings gegen ſie ſey. Sie ſehe nie Geſellſchaft bei ſich, ohne auch den Grafen einzuladen, und dieſer benehme ſich beinahe wie der Herr vom Hauſe bei ihr, mache haͤufig die Honneurs fuͤr

den abweſenden Gatten, und gebe dadurch zu

verſtehen, daß er dieſe Rolle auch in anderer

Ruͤckſicht ſpiele. Er, der Briefſteller, halte es

fuͤr Pflicht der Freundſchaft, ſeinen lieben Hein⸗

rich auf die Gefahr aufmerkſam zu machen, die

ſeiner Ehre drohe, und, wie er beinahe uͤber⸗

zeugt ſey, gegenwaͤrtig durch eine Warnung noch

abzuwenden ſey. Der zweite Brief war anonym, und weit plumper. Er ſprach Roſa⸗ liens Verbrechen mit duͤrren Worten aus, und ſchilderte ſelbſt die Tage und Stunden ausfuͤhr⸗ lich, an denen Kraſinsky bei Roſalien naͤchtliche Beſuche zu machen pffge. Sogar das wollte der unbefugte Correſpondent wiſſen, daß Ro⸗