In dieſem Zeitraum mußte Heinrich in Auftraͤgen des Hofes eine Reiſe nach Spanien antreten, welche, wie vorher zu ſehen war, ihn laͤnger als ein Jahr von W... entſernt hielt. Er wuͤnſchte, daß Roſalie ihn begleiten moͤchte, ſie war aber dazu durchaus nicht geneigt. So ſchmerzlich ihr auch die Trennung von ihrem Gatten ſiele— aͤußerte ſie— ſo koͤnne ſie doch unmoͤglich den kleinen lieblichen Knaben ver⸗ laſſen, und noch weniger denſelben den Gefah⸗ ren und Muͤhſeligkeiten einer ſo weiten Reiſe ausſetzen. Heinrich fand nach einigem Nach⸗ ſinnen, daß ſte Recht habe, und reiſete ab, ohne von Roſalien Abſchied zu nehmen. Er hinterließ ihr ein Billet, worin er ihr ſagte, daß er ſich und ihr den Schmerz der Trennung habe erſparen wollen, und ſie zur Fortdauer ihrer Liebe, und mit einem gewiſſen Nachdruck, zur Treue aufforderte. Das edle Weib laͤchelte durch Thraͤnen bei dieſer, in einem feierlichen Tone abgefaßten, Ermahnung. Sie verſtand ſie gar nicht. Bedurfte es denn bei ihr einer ſolchen?
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