Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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rem Gatten durch einen Kuß und ſraundiiche

Blicke ſeine Einwilligung ab.

Als Heinrich und die Graͤfin urkgekeher waren, und letztere ſich zur Ruhe niedergelegt hatte da ergriff ihn eine Wehmuth, wie er ſie noch nie empfunden. Er riß das Fenſter auf, blickte ernſt in die ſchneidend⸗kalte Winter⸗ nacht hinaus, als wenn er den verfuͤhreriſchen

Mond und die funkelnden Sterne zu Zeugen

ſeines Schmerzes machen wollte, und rief, die Bruſt wie von tauſend Dolchen zerriſſen, mit zuſammen geſchlagenen Haͤnden aus:Roſalie! Roſalie! wenn du mich zu taͤuſchen, zu betruͤ⸗ gen vermoͤchteſt! Gerechter Gott! welche Zukunft ſtuͤnde uns bevor!

Sein Schmerz ließ ihn nicht raſten: er trieb ihn in das Schlafgemach der Graͤfinn. Sie ſchlummerte ſanft, wie ein Engel der Un⸗ ſchuld, beim Lichte der Schimmerlampe; ihr lieblicher Knabe, den ſie in die Arme gedruͤckt hatte, ruhte an dem Herzen, an dem der Graf, gluͤcklich wie ein Gott, ſo oft geruht hatte.