Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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Gefallſucht nicht fuͤr Fehler gelten laſſen wollte. Beide glaubten ſich nun hinlaͤnglich zu kennen, um Alles zu vermeiden, was ihr Gluͤck und ihre Harmonje zu ſtoͤren faͤhlg ſei, und beide irrten ſich.

Nicht nur die Flitterwochen, ſondern die beiden erſten Jahre verſtrichen, ohne daß nur im geringſten ein Zwiſt zwiſchen Heinrich und Roſalie entſtanden waͤre. Sie hatten W.. zum beſtaͤndigen Aufenthalte gewaͤhlt, weil der Graf durch Beſitzungen und Verhaͤltniſſe an die Kaiſerſtadt gefeſſelt wurde. Roſalie hatte ihm hier einen lieblichen Knaben geboren, der das Gluͤck der beiden Gatten ſehr erhoͤhte.

Nur im zweiten Jahre, und zwar am Schluſſe deſſelben, runzelte Heinrich einige Mal die Stirn, und warf Roſalien ernſte bedeu⸗ tungsvolle Blicke zu. Der zweite von den Feh⸗ lern, den er ſich fruͤher geziehen, hatte ihm ei⸗ nen Streich geſpielt.

Ein junger polniſcher Graf, Namens Kra⸗