Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 44—

wem, geſprochen?— O Louiſe! Engel meines Lebens! Moͤchteſt Du immer mir voranſchwe⸗ ben— immer mit dieſer Zartheit und Freund⸗ lichkeit den Weg der Tugend mir zeigen! Er iſt nicht rauh, wenn Deine Liebe ihn mit himmliſchen Blumen beſtreut.

Aber die Baronin—! Darum alſo fluͤ⸗ ſterte ſie jene taͤuſchenden Worte mir zu:„Louiſe erſcheint als Gaͤrtnermaͤdchen.”“ Darum floh die falſche Minette mit den Schneidereien bei meinem raſchen Eintreten davon, um die Ge⸗ genſtaͤnde meinen Augen zu entziehen, womit die Taͤuſchung vollendet werden ſollte, und die ich durch einen feſten, aufmerkſamen Blick ſo⸗ gleich zerſtoͤren konnte!

Louiſe! Louiſe! Das Leben iſt ein Irrge⸗

winde, von allen Schrecken der Nacht bedeckt, umhuͤllt; aber ſo ſchwarz iſt dieſe Nacht nicht, daß der Stern der Liebe ſie nicht zu erhellen vermoͤchte. 5

O! moͤchteſt Du, Louiſe, Ariadne mir ſeyn! Edmund iſt kein Theſeus⸗

*