Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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ich heute beginne, und das nur Gott naͤchſt mir ſieht,*) meine Anſichten, Gefuͤhle und die ungeſchminkte Darſtellung meiner Handlungs⸗ weiſe niederlegen. Ich will ehrlich gegen mich zu Werke gehen. Ein großes Verſprechen, das ich mir ſelbſt gebe! Der rechtliche Menſch be⸗ luͤgt niemand, als ſich ſelbſt; er thut es, weil er ſich ſeiner Schwaͤche ſchaͤmt. Aber ich will ſtark ſeyn, und das Geſtaͤndniß meiner Fehler offen und muthig vor mir ſelbſt ablegen, damit ich ſie hinfort vermeiden und mein moraliſches Selbſt ſorgfaͤltiger ausbilden kann. Auch was mir Schmerzliches und Freudiges begegnet, will ich mit Fleiß aufzeichnen, um einſt im Alter den Gang der Begebenheiten meines Lebens uͤber⸗ blicken und Den aufrichtig preiſen zu koͤnnen, der uͤber uns wacht, uns Freuden und Leiden ſendet, und bie Kraft uns giebt, das Ueber⸗ maaß beider zu ertragen.

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* Als Edmund dies ſchrieb, wußte er nicht, daß er den Druck dieſer Blätter einſt wünſchen würde.