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geſchleppt, an dem ich ſchreibe.... aber ich ſehe Nichts mehr... es iſt dunkel vor meinen Augen... ich ſehe nur ſchwarze Flecken auf dem Papier gaukeln... Raphael, ich kann nicht mehr ſchreiben.... O, wenig⸗ ſtens nur noch dieſes Wort!...“ 4. Dann folgten mit großen Schriftzügen, ähnlich denen eines Kindes, welches zum erſtenmal die Feder verſucht, folgende zwei Worte, welche die ganze Linie einnehmen und den ganzen übrigen Theil der Seite ausfüllen: „Raphael, lebe wohl!“
1 104.
Alle dieſe Briefe waren meinen Händen entfallen. Ich ſchluchzte, ohne Thränen finden zu können, als ich noch ein weiteres Briefchen von der Handſchrift des alten Herrn, ihres Gemahls, bemerkte. Dieſes Billet war, als ich den zweiten Umſchlag entſiegelte, zwiſchen den andern Briefen hindurch auf den Boden gefallen.
Es enthielt bloß Folgendes:
„Ihre Hand in der meinen, iſt ſie einige Stun⸗ den, nachdem ſie Ihnen ihr letztes Lebewohl geſchrieben, erloſchen. Ich habe meine Tochter verloren.... ſeien Sie während der wenigen Tage, die ich noch zu leben habe, mein Sohn.... Sie liegt wie ſchlafend auf ihrem Bette, mit einem Ausdruck in den Zügen, als hätte ſie etwas Ueberirdiſches geſehen, dem ihre letzten Gedanken zulächelten. Nie ſah ich ſie ſo ſchön. Wenn ich ſie anſchaue, ſo muß ich an Unſterblichkeit glauben Ich habe Sie um ihretwillen geliebt; um ihretwillen lieben Sie auch mich!“


