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Und dann dachte ich mir den Augenblick, wo ich, in den ſchattigen, mit Nußbäumen bepflanzten Wieſen ſpazirend, welche ſich hinter dem Garten des alten Arztes in's Thal hinabſenken, endlich das ſtets ver⸗ ſchloſſene Fenſter des Zimmers, das für ſie in Bereit⸗
ſchaft ſtand, zum erſtenmale offen erblicken und eine—
Frau mit langen ſchwarzen Haaren zwiſchen den Vor⸗ hängen ſehen würde, welche, die Ellbogen auf das Ge⸗ ſimſe geſtützt, an den Bruder dächte, den ſie mit den Augen in dieſer Natur ſuchte, in welcher auch ſie nur ihn ſah.... Und indem ich mir dieſes Bild aus⸗ malte, ſchlug mir das Herz in der Bruſt mit ſolchem Ungeſtüm, daß ich genöthigt war, mich einen Augen⸗ lia von demſelben abzuwenden, um wieder athmen zu önnen.
Indeſſen hatte ſich die Nacht vom Gebirge herab vollends über den See ausgebreitet. Man erblickte das Waſſer nur noch durch ein nebliges Helldunkel, das über ſeinem dunkeln Tuche lagerte.
In den tiefen und allgemeinen Schweigen, welches der Dunkelheit vorhergeht, ſchlug der regelmäßige Takt zweier Ruder an mein Ohr, der ſich dem Üfer zu nähern ſchien. Ich ſah bald einen kleinen, beweglichen Punkt auf dem Waſſer, der ſichtlich größer ward und zu bei⸗ den Seiten eine leichte Schaumfranſe aufwerfend, in die nahgelegene Bucht des Fiſcherhäuschens glitt. Im Gedanken, es möchte vielleicht der Fiſcher ſelbſt ſein, welcher von der ſavoyiſchen Küſte in ſeine verlaſſene Wohnung zurückkehre, ſtieg ich eilig von den Ruinen an's Geſtade hinab, um bei der Ankunft des Nachens zugegen zu ſein. Ich wartete auf dem Sande, bis der Fiſcher gelandet hatte.
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