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Stimme, meinen Gebärden und den Eindrücken, von denen ich beſtürmt ward, Zwang auflegen müſſen.
Ich beſchloß, die Nacht hier zuzubringen, holte mir ein Bund friſches Stroh herauf und breitete ihn an derſelben Stelle, wo Julie in einem Todesſchlummer lag, auf dem Boden aus. Ich lehnte meine Flinte an die Wand, langte aus meinem Torniſter ein Stück Brot und etwas Ziegenkäſe hervor, die ich mir in Seyſſel als Mundvorrath auf den Weg gekauft hatte. Dann begab ich mich noch auf einer grünen Hochebene oberhalb der Ruinen der Abtei an den. Rand einer Quelle, welche abwechſelnd fließt und wieder ſtille ſteht, gleich einem ausſetzenden Athemholen des Berges, und verzehrte daſelbſt mein Nachteſſen.
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98.
Vom Rande dieſer Hochebene und den niederge⸗ riſſenen Terraſſen des alten Kloſters aus hat man zu dieſer Abendſtunde die berauſchendſte Ausſicht, die das Auge eines Einſiedlers, eines Naturfreundes oder eines Liebenden genießen kann; den grünen und kühlen Schat⸗ ten des Berges mit dem Gemurmel ſeiner Quelle und dem Rauſchen ſeines Laubgehölzes hinter ſich; die Ruinen, die epheubekränzten Mauerbrüſtungen, die in Nacht und Geheimniß gehüllten Säͤulenhallen; den See und ſeine todten Wellen, die langſam eine um die andere ihrer kleinen Schaumfranſen gleich Falten ihres Bettlackens einherwälzen, um ſie auf dem feinen Sande am Fuße der Felſen weich zum Schlummer zu betten; am gegenüberliegenden Ufer die blauen, in durchſichtige Schatten gehüllten Berge; rechts am äußer⸗ ſten Ende des Sees in faſt unabſehbarer Ferne die ſchimmernde Anlände, welche die Sonne, indem ſie ihr ihren Glanz entzieht, gleich dem Himmel noch mit Purpur malt.


