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hier Gedanken oder Gefühle, die eine Seele be⸗
leben könnten?....“ 3 „Laß mich machen,“ anwortete er,„es fließen
Thränen genug in dieſer Welt, ſo daß es nicht
nöthig iſt, noch ein paar Tropfen weiter in das
Herz des Menſchen zu träufeln... Das ſind die erſten Federn meiner Gedanken; ſie haben ſich ſeither gemauſt und jetzt ſind ihnen die Schwin⸗ gen der Ewigkeit gewachſen!....“
Und er fuhr mit ſeinem Zerreißen und Ver⸗ brennen fort, während ich durch die zerbrochenen Scheiben eines Fenſters die dürre Landſchaft be⸗ trachtete.
Endlich rief er mich an das Bett zuruͤck.
„Da,“ ſagte er zu mir,„nur dieſes kleine Manuſeript rette, ich habe nicht den Muth, es zu verbrennen. Nach meinem Tode würde die Amme
Duten für ihre Sämereien daraus machen. Ich—
will nicht, daß der Name entweiht werde, der auf jeder Seite darin vorkommt. Nimm es mit Dir und hebe es auf, bis Du meinen Tod erfährſt. Dann verbrenne es oder behalte es bis in's Alter, um Dich beim Durchleſen deſſelben zuweilen meiner zu erinnern.“
Ich nahm die Papierrolle, verbarg ſie unter meinem Rocke und entfernte mich mit dem Ver⸗ ſprechen, morgen und alle Tage wieder zu kom⸗ men, um Raphael's Ende durch die Pflege und die Unterhaltungen mit einem Freunde zu verſüßen.
Im Hinabgehen traf ich auf der Treppe gegen


