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zwanzig Kinder an, die mit ihren Holzſchuhen in der Hand heraufkamen, um in den Unterricht zu gehen, den er ihnen noch auf ſeinem Sterbe⸗ bette ertheilte, und etwas weiter weg den Pfarrer vom Dorfe, der den Abend bei Raphael zu⸗ bringen wollte. 6
Ich grüßte den Prieſter ehrerbietig. Er be⸗
merkte meine rothen Augen und erwiderte mit
betrübtem Einverſtändniß meinen Gruß.
Am folgenden Tage kehrte ich in den Thurm zurück. Raphael's Leben war in der Nacht er⸗ loſchen. Die Dorfglocke begann eben das Todten⸗ geläute. Frauen und Kinder traten aus den Häu⸗ ſern und blickten weinend nach dem Thurme hinüber. Auf einem kleinen grünen Platze neben der Kirche ſah man zwei Männer den Boden aufgraben und am Fuße eines Kreuzes ein Grab aufwerfen.
Ich trat unter die Thüre. Ein Schwarm von Schwalben flatterte unter heftigem Gezwit⸗ ſcher ſum die Fenſter herum, unabläſſig herein
und hinaus fliegend, als hätte man ihre Neſter zerſtört.. Erſt ſpäter, als ich die folgenden Blätter las, ward mir klar, warum er ſich mit dieſen Vögeln umgab und welche Erinnerung ſie bis zu ſeinem Tode in ihm wach riefen.
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