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ſcheide ſich von den ihm benachbarten Bauern nur noch dadurch, daß er Bücher mit auf's Feld nehme, von denen er oft eines in der Hand halte, während er mit der andern die Pflugſterze leite. Seit einigen Wochen habe man ihn jedoch nie geſehen. Man dachte, er habe vielleicht wieder eine jener Reiſen unternommen, die jahrelang dauerten.
„Es wäre Schade,“ fügte man hinzu;„Je⸗ dermann in der Nachbarſchaft hat ihn gern. Ob⸗ wohl arm, thut er ſo viel Gutes, als ein Reicher. Wir haben viel ſchönes Tuch im Lande, das aus der Wolle ſeiner Schafe gearbeitet iſt. Abends lehrt er die Kinder der benachbarten Weiler ſchreiben, leſen und zeichnen. Er erwärmt ſie an ſeinem Feuer, er gibt ihnen ſein Brod und doch weiß Gott, ob ihm etwas übrig bleibt, wenn die Ernte wieder ſo ſchlecht wird, wie voriges Jahr!“
So ſprach man mir von Raphael. Ich wollte wenigſtens die Wohnung meines alten Freundes ſehen und ließ mich bis an den Fuß des Hügels führen, auf deſſen Gipfel ſich ſein ſchwärzlicher Thurm nebſt einigen Viehſtällen wie aus einem Buchs⸗ und Haſelnußbüſchel erhob. Auf einem Baumſtamme ging ich über den in der Tiefe der Schlucht ſich hinwälzenden, faſt aus⸗ getrockneten Strom. Ich ſtieg einen ſteinigen Fuß⸗ weg hinan; zwei Kühe und drei Schafe weideten an den verſengten Seiten des Hügels unter der Obhut eines alten, faſt blinden Dieners, der auf


