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einem alterthümlichen, in Stein gehauenen und vom Thürgiebel herabgeſtürzten Wappenſchilde ſaß und
ſeinen Roſenkranz betete.
Er ſagte mir, Raphael ſei nicht abgereist, ſondern ſeit zwei Monaten krank und er ſehe wohl, daß er ſeinen Thurm nur noch verlaſſen werde, wenn man ihn dort auf den Kirchhof trage, den er mir mit ſeiner fleiſchloſen Hand auf dem gegen⸗ überliegenden Hügel zeigte.
„Kann man Raphael ſehen?“ fragte ich.
„O ja,“ ſagte der Greis;„ſteigt nur die Treppe hinauf und zieht links an der als Klinke dienenden Schnur. Ihr kommt dann in den großen Sal und werdet ihn dort auf ſeinem Bette ausgeſtreckt finden.... ſanft wie ein Engel und ſo einfach wie ein Kind!“ fügte er hinzu, ſich mit der Rückſeite der Hand die Augen abwiſchend.
Ich ſtieg die außen hinlaufende, ſteile, hohe und ausgetretene Treppe hinan. Oben an den, an der Thurmmauer hinaufgehenden Stufen be⸗ fand ſich ein mit Bretterwänden eingefaßter Ab⸗ ſatz, der mit einem kleinen Dache bedeckt war, deſſen meiſte Ziegel auf den Steinplatten der Treppe umherlagen. Ich zog die Schnur an der Thüre zur Linken und trat ein. Dieſen An⸗
blick werd' ich nie vergeſſen. Das Zimmer war
geräumig und nahm den ganzen innerhalb der Mauer des Thurmes befindlichen Raum ein. Es war durch zwei große Keuzfenſter erhellt, deſſen ſtaubige und zerbrochene Scheiben in Blei ein⸗


