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gleich düſtern Nacht von ernſten Tannen⸗Umſchattung, mehr einem großen Grabmahle, als einem Wohnſitz von Lebendigen ähnlich.
Selbſt in dieſer Einſamkeit ſuchte Roderik die einſamſten Stellen, und kam mit den Mönchen ge⸗ wöhnlich nur in den Stunden zuſammen, wo ſie ſich zum gemeinſamen Gebethe verſammelten. Unter Allen zog nur ein Einziger ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich. Dieſer führte den Kloſternahmen Erasmus, und ward ſeit einiger Zeit von einem melancholiſchen Wahnſinn — ſo nannte man ſeinen Zuſtand— befallen, obſchon ſich in ſeinem Äußern keine Spur von Verrücktheit zeigte, nur daß er untheilnehmend an Allem, was ihn umgab, wie ein Nachtwandler einherſchritt, die Augen immerzu gerade vor ſich auf den Boden heftete, als ſuche er etwas in die Erde Verſunkenes, und nie ein lautes Wort ſprach, obſchon er manchmahl den Mund wie zum Reden bewegte. Selbſt ſein Gebeth verrichtete er nur mit dumpfem Gemurmel; dann ſank er gewöhnlich in ſich auf ſolche Weiſe zuſammen, als ſtürze er in einen Abgrund. Üübrigens hatte er mit Ro⸗ derik eine gleiche hohe körperliche Geſtalt, und trug die dunkle Kappe ſtets ſo tief über den Kopf herabge⸗ zogen, daß von dem Antlitz nur ſehr wenig ſichtbar blieb.


