178 in das ſchwarzbehangene Trauergemach; daß Urisk die Leiche Lomond's nicht eingeſcharrt habe, blieb ihm un⸗
bekannt, weil Urisk zu ſchnell in das Burgverließ ge⸗
bracht ward.
Lothion, heftig in Allem, ward vom Anblicke des Schildes leicht getäuſcht. Von der auflodernden Wuth noch mehr verblendet, glaubte er mit Lomond zu kaͤm⸗ pfen, und Roderik— gab ſelbſt die Blöße, um den gewünſchten Todesſtreich von dem zu empfangen, der den Mord ſeines Kindes am Mörder zu rächen ge⸗ ſchworen hatte. Die Erfüllung ſeines Wunſches war ihm aber deſſen ungeachtet nicht gelungen; er erwach⸗ te, nachdem Ethelinde und Edgar ihn die Nacht hin⸗ durch im Walde gepflegt hatten, am Morgen wieder zum Leben.
Dieß war der Hauptinhalt der Schrift, welche Ethelinde und Edgar laſen. Roderik hatte die Blätter, als er in den Fichtenwald ging, vorſätzlich mit ſich ge⸗ nommen, damit ſie, wenn er den geſuchten Tod ge⸗ funden haben würde, den Aufſchluß über Alles gäben.
Ethelinde und Edgar, die reinen Seelen, ſchau⸗ derten, als ſie, nach Leſung der Schrift, dem reuigen Verbrecher in das verzerrte Angeſicht ſchauten. Indeß


