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Lebensbilder / von Christoph Kuffner
Entstehung
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17 te, ſich zu beſiegen, that er das Einzige, was er über, ſich vermochte, er floh wieder in den Schauplatz ſeiner Unthat zurück, um dort, wo er den Gräuel ver⸗ übt hatte, ſeine frevelhafte Liebe zu zernichten, und durch Selbſtbeſtrafung zu büßen.

Jenes klägliche Wimmern, jener bang verhallende Wehruf, den er in der Gruft in dem Augenblicke ver⸗ nahm, da er vor der unverſehrten Leiche bethend auf die Knie ſinken wollte, war die Stimme des leidenden Urisk, der ſich in dem unterirdiſchen Thurmgewölbe befand, welches an die Gruft ſtieß. Dem Unglückli⸗

chen in der lautloſen Tiefe, fern vom Anblick des Son⸗ nenlichts und der Menſchen, ward hier durch eine Off⸗ nung von oben ſeine tägliche Nahrung hinabgeſenkt.

Bey Lothions Schwur, an Eumeliens Mörder blutige Nache zu nehmen, erwachte in Roderik plötzlich

die Idee zu dem fuürchterlichen Betrug, den Schwö⸗ renden durch Täuſchung dahin zu bringen, daß er ihn tödte. Urisk hatte den Auftrag erhalten, Lomond's Leiche ſogleich im Walde zu verſcharren. Er verſchob aber das Geſchäft, um dabey mehr Sicherheit zu ge⸗ winnen, auf die nächſte Nacht. Als er an die Stelle kam, fand er die Leiche nicht mehr, nur Schild, Schwert und Helm, die der Caſtellan zur Verwahrung erhielt. Nachher ſtellte ſie Roderik wie eine Trophäe