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Wie ein Tiger mit blutrothen Augen auf die Beute, ſtürzte Roderik nun auf die Unglücklichen. Mit ſauſendem Schwerte drang er auf Lomond, der, theils in ihm Eumeliens Gatten ſchonend, theils verwirrt durch die Verzweiflung der Geliebten, ſich gegen Ro⸗ deriks ſchnelle und mächtige Schwertſtreiche nur ſchwach vertheidigte. Ein heftiger Stoß fuhr ihm durch die Hüfte in dem Augenblick, als Eumelia, ihrer ſelbſt nicht mehr mächtig, zwiſchen die Streiter ſtürzte, und von dem wuthſchnaubenden Roderik mit den Worten: »So folg' ihm zur Hölle!“ durchbohrt wurde. Aber dieſe Worte waren auch ſeine letzten. Die Stimme ſchien in ſeiner Wuth erſtickt zu ſeyn, und mit dem Schreckenslaut: Hölle! verſtummte er, und blieb ſtumm für immer. Vergebens bemühte er ſich, auf die Erblaßte hinſtürzend, ſeine Verzweiflung auszu⸗ ſprechen, vergebens ſogar um Hülfe zu rufen. Der Bruſt des Mörders war jedes Wort, jeder Laut ver⸗ ſagt. Eumeliens Begleiter waren voll Entſetzen und Furcht vor Roderiks Zorn entflohen. Lomond lag athemlos und ſtarr. Mit Urisk, der ihm die unſelige Kunde gebracht hatte, trug Roderik die Leiche der Gat⸗ tinn beym Anbruche der Nacht in die Burg, wo Lo⸗ mond für ihren Mörder erklärt wurde. Urisk allein wußte, daß des Gatten eigenes Schwert die Bruſt der


