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leuchtete, kam Roderik wieder zu ſich, erkannte Edgar und Ethelinde, bezeigte mit herzzerreißender ſtummer Geberdenſprache ſeine tiefe Reue, und gab ihnen dann eine Schrift, die ſte, nach ſeinem Hindeuten, aus ſei⸗ nem Bruſtharniſche hervorzogen. Sie laſen auf ſeinen Wink die Schrift, deren weſentlicher Inhalt in Kürze ihnen die folgende Aufklärung gab:
Der edle Lomond hatte ſich, nachdem Eumelia, durch den Willen ihres Vaters, Roderiks Gattinn ge⸗ worden war, freywillig verbannt, um nicht ſtörend einzuwirken. Er konnte wohl ſich ſelbſt beſiegen, und durch Geiſteskraft ſeinen Willen lenken, aber die Liebe zu Eumelien aus ſeinem Herzen zu verbannen, ver⸗ mochte er auch in ſeiner freywilligen Verbannung nicht. Endlich faßte er den Entſchluß, nicht nur Schottland, ſondern Europa zu verlaſſen, und in Paläſtina, gegen die Ungläubigen kämpfend, ein frühes und rühmliches Grab zu ſuchen. Nur einmahl noch, eh er von dem Leben und von der Geliebten ſich trennte, wollte er ſie— die Seele ſeines Lebens, ſehen, dann ſcheiden auf immer. Erfüllt von dieſer verwegenen, aber un⸗ ſträflich reinen Sehnſucht, begab er ſich in die Nähe von Roderiks Burg. Hier aber erwachte die alte Liebe
mit ihrer ganzen Gewalt ſo heftig, daß er von ihr wie
mit Zauberbanden umſtrickt und betäubt wurde. In
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