felige Erſcheinung zwiſchen ſie und den Leidenden ge⸗ drängt.
Roderiks wilde Verzweiflung neigte ſich ſchon mit⸗
jedem Tage mehr zur ſtillen Schwermuth einer vom Schmerze zermalmten Seele hin, und man hatte Ur⸗ ſache, von ihm ſelbſt die nöthige Enthuͤllung eines ſchrecklichen Geheimniſſes zu hoffen. Da erſchien plötz⸗ lich Lothion, unerwartet zurückgekehrt von dem viel unterbrochenen, doch immer von neuem wieder fort⸗ geſetzten Kriege, den die Bergſchotten gegen die Eng⸗ länder führten. Er hatte die Nachricht von Eumeliens Tode, wegen des entfernten Kriegsſchauplatzes an der ſchottiſchen Gränze, ſpät erfahren, und konnte als Laird und Führer mehrerer Clans ſeine Heerſchar erſt bey einem Waffenſtillſtande verlaſſen.
Jetzt zurückgekehrt, brach der lange verſchloſſene Schmerz des Vaters, eben ſo mächtig hervor, als die Wuth des leidenſchaftlichen Mannes ge⸗ gen den Mörder ſeines Kindes aufloderte. Selbſt Ethe⸗ lindens Anblick vermochte nicht, ſeinen Schmerz zu mildern, ſeinen Grimm zu beſänftigen. Im Wahne, Lomond lebe noch, ſchwor er in Roderiks Gegenwart: „Er wolle überall den Möorder aufſuchen, und ſo lange unter freyem Himmel bey Nacht und Sturm wohnen,
bis ernihn gefunden, und das Schwert der Rache in
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