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ſeine Bruſt geſtoßen habe!“— Roderiks bleiches Ge⸗ ſicht ward, da er den Schwur vernahm, von dunkler Röthe überflogen, und ein Blitz, der in ſeinem düſtern Auge plötzlich aufloderte, zeigte, daß er von einem neuen, ſchnell entſtandenen Gedanken mächtig ergriffen ward. Er ſchüttelte, ſeltſam bewegt, Lothions Rechte, und ſchied.
Einige Tage waren verfloſſen, als Lothion, da ſchon die grauen Abendnebel aufſtiegen, jene traurige Stelle im Fichtenwalde beſuchte, indem er am näch⸗ ſten Morgen wieder zum Heere abzureiſen gedachte. Roderik hatte hier einen Hügel mit einem grauen Denkſtein aufrichten laſſen. Als Lothion jetzt in die Walddämmerung trat, ſah er eine Geſtalt in voller Rüſtung, mit geſchloſſenem Helme über den Denkſtein hingebeugt. Selbſt das Geräuſch des Kommenden ver⸗ mochte nicht den Fremden aus ſeinen Träumen zu wecken. Lothion krat näher. Die Geſtalt blieb unbe⸗ weglich in ihrer Stellung. Indem Lothion ſie anrufen wollte, ſiel ſein Blick auf den Schild des Fremden, und er erkannte darauf Lomond's Sinnbild: eine Flam⸗ me, von einem Zypreſſenkranze umgeben.
Von dieſem Anblick zur höchſten Wuth gebracht, rief Lothion, ſein Schwert aus der Scheide reißend, mit fürchtsrlich hallender Stimme:„Lomond! Pörder!
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