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berden, doch, durch augenblickliche Ausbrüche ſeines wilden Schmerzes verwirrt, nie auf befriedigende Wei⸗ ſe. Die Frauen vergoſſen Thränen, indeß Harriot dem Mörder Lomond fluchte.
Ein ſchwerer Fluch aber ſchien auf Roderik zu la⸗ ſten, und beynahe dahin zu deuten, als ſey der gräß⸗ liche Tod des Kindes die Folge eines früheren Gräuels. Harriot ſelbſt gerieth manchmahl darüber auf arge Ge⸗ danken, die er jedoch in ſich verſchloß. Nur eine ge⸗ ſpanntere Aufmerkſamkeit auf Roderik war die Folge davon. Er ließ ihn wenig aus dem Auge, und be⸗ wachte ihn ſogar in gewiſſen Momenten ſorgfältig. End⸗ lich aber mußte er, in eine Fehde mit ſeinem ritterli⸗ chen Nachbar verwickelt, ausziehen. Schonend empfahl er den Frauen die genaueſte Aufſicht, in der Hoffnung, bald wieder heimzukehren und dann ſein Werk zu vol⸗ lenden. Indeſſen nahm die Sache während ſeiner Ab⸗ weſenheit eine ganz unerwartete Wendung. Ethelinde war das ſprechendſte Ebenbild der todten Schweſter⸗ Die zarte Fülle der edlen ſchlanken Geſtalt, der ſanfte Schmelz des blauen Sternenlichts der Augen, die Fülle der blonden Locken, die den Engelskopf umwallten, der weiche Flötenton der Stimme, die etwas langſame Sprechweiſe, die ſittige Zierlichkeit in jeder Bewegung des lieblichen Körpers— ſie riefen bey jedem Blick auf


