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des liegend; ein Dornſtrauch hielt ihn vom Sturze zurück, aber das Kind lag in der Tiefe auf eben der Stelle blutigtodt, wo die aufgeſchreckte Phantaſie vor⸗ her es liegen ſah. Er verſuchte hinabzurufen, aber auch die Wehklage ward dem Verſtummten verſagt und ein Wolf, aus einer Kluft hervorſpringend, trug die kleine Leiche vor ſeinen Augen davon. Da ſank er, alle Glie⸗ der aufgelöſt, aufs Neue in todtähnliche Bewußtloſig⸗ keit zurück. Ein dicht über ihn hinwegrauſchender Geyer weckte ihn durch Gekreiſch und Flügelſchlag. Mühſam erhob er ſich, ſchleppte ſich kriechend von Klippe zu Klippe, bis er zu einem Hauſe kam, das an der Gränze einer langen öden Fläche ſtand.
Hier ward er kümmerlich erquickt, von dem armen Bewohner nothdürftig gepflegt, und ſetzte ſeine Reiſe bis zum Schloſſe Dunbar fort, wo ſein Freund Har⸗ riot ihn mitleidsvoll aufnahm, Alice für den zerſtörten Körper des— der Sprache beraubten Unglücklichen ſorgte, und Ethelinde mit ihren herzlichen Thraͤnen in ſeine lautloſen Klagen einſtimmte.
Das Gerücht von Eumeliens Tode hatte ſich ſchon einige Tage vor Roderiks Ankunft durch alle Clans bis nach Dunbar verbreitet. Was noch zur Aufklärung des
ganzen Vorfalles zu wiſſen nöthig war, verkündete Ro⸗
derik den Forſchenden theils ſchriftlich, theils durch Ge⸗


