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559 hinabgeſtiegen war, ſeine Kraft ihn immer mehr ver⸗ ließ und das Kind immer ängſtlicher zu wimmern be⸗ gann, erkannte er den in der Tiefe ſtehenden Wald mit Schaudern für ebendenſelben, den zu vermeiden er den beſchwerlichen Umweg genommen hakte. Auch den Nigpenteich erkannte er und das ſchwarze Geſtein der nahen Höhle. Er glaubte eine blutige Stelle durch die düſtre Fichtenmaſſe vom Grund aufleuchten zu ſe⸗ hen; da ergriff ihn ein böſer Schwindel, der ihn im Kreiſe zu drehen ſchien. Sich vor dem Sturze zu ſchü⸗ tzen, hob er das weinende Kind empor, um es wie eine Ägide gegen das Böoſe vor ſich zu halten. Aber die auf⸗ geſchreckte Phantaſie wirkte ſo ſinneverwirrend, daß ſie ſelbſt Grauengeſtalten zum Verderben ſchuf. Eine böſe Ahndung ließ ihn von Schritt zu Schritt den na⸗ hen Tod des Kindes ſo fürchten, daß er es immerfort auf den zackigen Klippen blutig vor ſich liegen ſah. Peinlich zerrüttet im Denken und Wollen, zitternd am ganzen Leibe, trug er das Kind, faſt athemlos, über ſtarrende Felstrümmer und gähnende Schluchten, ſah es wieder in der nächſten Tiefe blutigtodt vor ſich lie⸗ gen, ſtrauchelte, vom Schwindel in Wirbel gedreht, ſiel auf die Klippe, und aus des Fallenden Armen ſtürzte das Kind. Da er aus langer Ohnmacht zu ſich kam, fand er ſich an der glatten Wand eines Abgrun⸗
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