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Lebensbilder / von Christoph Kuffner
Entstehung
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men war: als Freundinn, als Carls Schweſter, und als Retterinn aus der peinlichen Verlegenheit.

Nun kehrte Ruhe und Wohlbehagen in die Herzen zurück. Kerzen wurden angezündet, das zerſchlagene Fenſter wohl behängt, und der Ofen mit Holz verſe⸗ hen. Im freundlich hellen, angenehm erwärmten, von außen umſtürmten Zimmer ſetzten ſich die drey Erfreu⸗ ten an den runden Tiſch von glänzendem Nußbaumholz und die holdſeligſte Geſprächigkeit lebte auf Was war natürlicher, als daß mit dem Geiſte der Fröhlichkeit auch eine Sehnſucht nach dem Kaffeh erwachte? Marie ſelbſt that den Vorſchlag, denn ſie hatte nun ein Über⸗ maß von Muth. Mußte das muthige Mädchen vor die Zimmerthür hinausgehen, ſo ging die nicht weniger mu⸗ thige Cäcilie mit ihr, und Carl folgte mit zwey Kerzen als Geiſter Gensd'armerie für mögliche Fälle. So kam es unter vielen Schäckern und Lachen dahin, daß der Kaffeh aromatiſch dampfend auf dem Tiſche ſtand. Das lieblich durchglühende Getränk erzeugte die mildeſte Begeiſterung, ſo daß Carl ſich nicht länger zurückhalten konnte, ſondern ohne weiters mit dem Geheimniß der ganzen Überraſchung herausplatzte. Dieſer Entdeckung folgte nun, wie dem Lerchengeſange der Tag, das licht⸗ helle Geſtändniß der freudigſten Liebe von beyden Sei⸗